Tipp 1: vermeiden von Propeller-Schatten

Wenn Du gegen die Sonne fliegst und filmst, dann kann es zu einem richtig hässlichen Effekt kommen. Die rotierenden Propeller erzeugen Schatten auf der Kamera, welche zu einem Streifen-Effekten in Deinem Filmmaterial führen. Dieser Effekt tritt durch die aggressive Sonneneinstrahlung auf. In manchen Ländern, wie z.B. China ist die Sonneneinstrahlung deutlich aggressiver ist als in Deutschland, wird dich dieser Effekt sicherlich irgendwann treffen, wenn Du mit Deiner Drohne mal auf Reisen gehen wirst.

Durch nutzen einer Gegenlichtblende lässt sich das Problem ganz schnell beseitigen. Eine entsprechende Gegenlichtblende kannst Du entweder passend für Deine Kamera online bestellen oder Du bastelst Dir schnell selber eine.

Für die Yuneec© Breeze hier im Beispiel habe ich einfach ein Kunstoffrohr mit 11mm Innendurchmesser genommen.
Dieses einfach schräg absägen, entkraten und schon hat man eine kleine Gegenlichblende passend für die Yuneec© Breeze.

Für größere Objektive kann man wie folgt vorgehen. Schneide Die einen Steifen aus dünnem Kunststoff (0,5mm), der etwas länger als der Umkreis deiner Kamera-Linse ist. An der oberen Seite sollte der Streifen ca. 1,5 cm breit sein – sonst darf deine Gegenlichtblende schmaler ausfallen. Wickel den Streifen um die Linse Deiner Kamera und fixiere die Enden mit Klebeband/Kleber. So kannst Du innerhalb von wenigen Minuten du so die hässlichen Streifen in deinen Luftaufnahmen eliminieren.

 

Tipp 2: LiPo´s richtig lagern

Sobald Lipos längere Zeit nicht verwendet werden, sollten diese auf eine Spannung zwischen 3,80 und 3,90 V ent- bzw. geladen werden.

Mittlerweile verfügen die meisten Computer-Prozessor gesteuerten Ladegeräte über einen sogenannten Storage Modus welcher exakt den Akku auf diese Spannung bringt.

 

 

 

 

 

 

Wichtig ist, dass man Akkus, die über Wochen bzw. Monate nicht verwendet werden, regelmäßig mit einem Akku-Tester auf ihre Spannung kontrolliert.
Generell kann der Akku nach der Lagerung problemlos geladen werden – es ist dafür kein spezielles Verfahren nötig. Der Akku bringt wieder die volle Leistungsfähigkeit.

 

Tipp 3: LiPo Marker / Akku Ladezustandsanzeige

Wer kennt es nicht – Akku geladen, kurz geflogen und Akku wieder eingesteckt. Beim nächsten Flug weiß man nicht wer welcher Akku ist voll, leer oder nur gebraucht und hat noch Restkapazität.

Hier gibt es kleine, preiswerte Helfer – „LiPo Battery Marker“, diese lassen sich mit Hilfe der angebrachten Klebeschicht anbringen.

 

Tipp 4: FPV Systeme

Du kannst Deine Drohne zwar am Himmel sehen, jedoch ohne Liveübertragung des Bildausschnittes entspricht der gefilmte Bildausschnitt oftmals nicht Deinen Vorstellungen oder das Motiv ist viel zu klein. Ebenso ist das schätzen von Entfernungen in der Luft extrem schwierig und aus Sicherheitsgründen bricht man Manöver lieber ab, bevor es zu einer Kollision kommen kann.

Hier ist es ratsam in ein First-Person-View-System (kurz FPV) investieren. Einige Drohnenhersteller bieten standardmäßig eine direkte Videoübertragung auf ein Smartphone oder Tablet an. Wem dies z.B. bei Landschaftsaufnahmen noch zu klein ist, sollte dann auf eine FPV-Bille wie z.B die Walkera© Goggle 4 umsteigen – hier muss jedoch auf die gesetzlichen Bestimmungen (2te Person) geachtet werden.

 

Tipp 5: Filmen mit ND-Filtern

Die 180° Shutter-Regel besagt, dass man mit einer Belichtungszeit von 1/(Framerate *2) belichten soll.
Die Fausregel besagt, dass man nicht viel kürzer belichten soll, als die halbe Standzeit eines Bildes. Wenn man länger belichtet, gibt es mehr Bewegungsunschärfe, wenn man kürzer belichtet, gibt es den sogenannten “Stakkato-Effekt” und der Film wirkt deutlich ruckeliger.

Beim filmen mit 60fps sollte also nach der 180° Shutter-Regel eine Belichtungszeit  von 1/120 sec. gewählt werden.

 

Tipp 6: Drohnen-Schwerpunkt

Das ermitteln des richtigen Schwerpunktes wird dann wichtig, wenn Du an Deiner Drohne AddOn´s anzubringst (Lampen, Kamera,usw.).
Ein richtiger Schwerpunkt verringert den Stromverbrauch, da die Motoren nicht stetig die Lage der Drohne ausgegleichen müssen und erhöht somit auch die Flugdauer.

Der Schwerpunkt befindet sich im Schnittpunkt der Hälfte des Abstandes von den Antriebsmotoren.

 

 

 

Tipp 7: Handy Apps

Sonnenaktivitäten App

Wenn Du mal Deinen Kopter beim fliegen mit aktiven GPS nicht ruhig bekommst, oder dieser sich seltsam verhält, kann das an Sönnenstürmen liegen.

  1. Diese hochenergetischen Teilchen können die Sternensensoren blenden bzw. beeinträchtigen. Diese Sensoren erlauben es den Satelliten sich gezielt auszurichten, anhand bestimmte Sternbilder am Himmel. Somit können die Satteliten falsche Positionsangaben liefern.
  2. Die Erdatmosphäre wird stärker als sonst ionisiert. So werden die Kommunikationssignale der GPS-Satelliten, die auf ihrem Weg zu unseren GPS-Geräten diese Schicht durchqueren müssen,  geringfügig verzögert. GPS-Geräte ermitteln ihren Standort aus der Laufzeit dieses Signals, und so kann es zu Fehlberechnungen kommen.

Um sich zu informieren gibts es jede Menge APPs in den entsprechenden Store´s, diese zeigen Dir die Intensität der Sonnenaktivitäten an und helfen Dir so bei einer Risikoeinschätzung.

 

Hier z.B. die APP „Sonnenaktivitäten“.

Diese zeigt Dir in der Übersicht farbig die Aktivität und Intensität von Sonnenstürmen, als aktuelle oder forecast Werte an. In den Deatils zeigt die APP einen Durchschnittswert alle 3 Stunden an.

 

 

 

 

Klar, die Entscheidung „fliegen oder nicht“ können auch die APPs Dir nicht abnehmen.

 

Flugverbotszonen App

Wird die App „AirMap“ gestartet, ermittelt diese den Standortes per GPS und zeigtveine Karte der Umgebung, in der Flugverbotszonen für Drohnen in verschiedenen Farben angezeigt werden. In den Einstellungen lässt sich festlegen, ob man gewerblich oder nur privat fliegt. Auch kann die Anzeige folgender Gebiete an- und ausgeschaltet werden, wie z.B.:
    – Flughäfen
    – Hubschrauberlandeplätze
    – temporäre Flugverbotszonen
    – eingeschränkte Flugverbotszonen
    – komplette Flugverbotszonen (kontrollierter Luftraum)
    – andere empfindliche Gebiete

Die App ist besonders für Drohnenflug im Ausland hilfreich, da es teuer werden kann, wenn man in Ländern wie Frankreich oder Österreich mit seinem Quadrocopter in einer Flugverbotszone erwischt wird.

 

Telefonnummern der Flughäfen verfügbar
Sehr hilfreich für gewerbliche Drohnenpiloten ist. dass man unten einige Infos zum Flughafen einblenden kann. Mit dabei ist auch gleich die Telefonnummer, über die man den Tower erreichen kann, um eine Flugfreigabe zu erfragen.